Tierheilpraktiker/in
Ausbildung zum/r Tierheilpraktiker/in
Anatomie, Physiologie, Pathologie, Tierhaltung, Grundlagen alternativer Heilverfahren
Kombinierte Ausbildung: Staatlich geprüfter und zugelassener Fernlehrgang, staatliche Zulassungsnummer 753798
Studiendauer: 24 Monate (16 Monate Intensivstudium möglich)
Lernaufwand:
- ca. 7 Std. pro Woche für die Bearbeitung der Studienbriefe
- 3 Pflichtseminare am Wochenende: Samstags von 9.00 bis 17.00 und Sonntag von 9.00 bis 16.00 Uhr (praktische Arbeit am Tier)
Das besondere Ausbildungskonzept:
Durch Fernunterricht entspanntes Lernen zu Hause. Präsenzunterricht nur bei denjenigen Ausbildungsinhalten, die ein persönliches Erscheinen erfordern.
Die Fachfortbildung wurde von einem unabhängigen Gutachter geprüft und von der staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht zugelassen. Ausbildungskonzepte, -inhalte, Informationsmaterial und Ausbildungsverträge des BTB-Bildungswerk unterstehen einer laufenden staatlichen Kontrolle!
Das Berufsbild des Tierheilpraktikers
Keine staatliche Prüfung erforderlich!
Im Vergleich zum "Humanheilpraktiker" muß der Tierheilpraktiker keine staatliche Prüfung vor dem Gesundheitsamt absolvieren, um seinen Beruf ausüben zu dürfen. Theoretisch darf sich jeder ohne irgendwelche Vorkenntnisse "Tierheilpraktiker" nennen. Um aber langfristig in dem Beruf Erfolg zu haben, ist eine umfassende veterinärmedizinisch ausgerichtete Ausbildung notwendig.
Nun haben viele Menschen, die sich für diesen Beruf interessieren, kaum die Zeit, neben ihrer Berufstätigkeit eine Schule mit Präsenzunterricht zu besuchen. Das Bildungswerk für therapeutische Berufe bietet als einzige deutsche Schule eine staatlich zugelassene Ausbildung zum Tierheilpraktiker an: sie besteht aus einem staatlich begutachteten und zugelassenen Fernlehrgang , kombiniert mit 3 zusätzlichen Wochenendseminaren, die alljährlich stattfinden, und zu denen Sie automatisch eingeladen werden.
"Tierheilpraktiker" oder "Praxis für alternative Tiermedizin" ?
Es ist gleichgültig, ob Sie unter der Berufsbezeichnung "Tierheilpraktiker" firmieren oder ob Sie eine "Praxis für alternative Tiermedizin" eröffnen wollen. Sie können beide Bezeichnungen wählen, beide sind erlaubt. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die wirtschaftlichen Aussichten gleich gut sind, gleichgültig, welche Berufsbezeichnung geführt wird.
Der Beruf erfreut sich nun schon seit mehr als 40 Jahren einer großen Beliebtheit Die lange Zeit herrschende Rechtsunsicherheit in Bezug auf die Berufsbezeichnung des Tierheilpraktikers ist seit dem 22.4.1999 durch ein Urteil des Bundesgerichtshofes beendet.Nach diesem Urteil kann der Begriff "Tierheilpraktiker" rechtlich nicht mehr beanstandet werden.
Das Tätigkeitsfeld des Tierheilpraktikers
Das berufliche Tun des Tierheilpraktikers erstreckt sich auf folgende Bereiche :
- Begutachtung und Untersuchung von Tieren
- Behandlung von Tieren mit nicht rezeptpflichtigen Medikamenten, die keine schweren Nebenwirkungen haben
- Behandlung von Tieren mit Reaktionstherapien wie Homöopathie
- Beratung des Tierhalters zu Fragen der Tierhaltung, Erziehung und Ernährung
- Überweisung an den Tierarzt bei schweren Erkrankungen, die mit rezeptpflichtigen Medikamenten behandelt werden müssen, bei Impfungen und chirurgischen Eingriffen.
- Meldung an das Veterinäramt und Abgabe des Falles, wenn anzeige- und meldepflichtige Infektionskrankheiten auftreten.
Was dürfen Tierheilpraktiker nicht :
- Verordnung und Verabreichung von rezeptpflichtigen Medikamenten
- Durchführung von Impfungen
- Behandlung meldepflichtiger Infektionskrankheiten
- Auch sehr schmerzhafte Eingriffe und kleinere Operationen können vom Tierheilpraktiker kaum durchgeführt werden, da keine rezeptpflichtigen Betäubungsmittel verabreicht werden dürfen.
Arbeitsmöglichkeiten
Selbständige Praxis
Besonders bei der Behandlung von Pferden, Hunden und Katzen, sind naturheilkundliche Behandlungsmethoden immer stärker gefragt. Tierheilpraktiker-Praxen können nach einer gewissen Anlaufphase mit guten bis sehr guten Praxisumsätzen rechnen.
Selbständige Beratung
Darüber hinaus hat sich in den letzten Jahren noch ein weiteres lukratives Betätigungsfeld für Tierheilpraktiker herauskristallisiert: Die Beratung von Tierhaltern zu gesundheitlichen Themen, in Workshops, Seminaren etc..
Tätigkeit als Angestellte
Ob Sie als Tierpfleger(in) in einem Zoo oder Tierheim arbeiten, ob Sie Angestellte(r) in einem Tiergeschäft sind oder ob Sie als Angestellte(r) im landwirtschaftlichen Bereich oder in der Tierzucht arbeiten: Die Ausbildung zum Tierheilpraktiker wertet Ihr Angestelltenverhältnis in jedem Fall auf, was höhere Kompetenzen sowie einen besseren Verdienst zur Folge haben kann.
Die Ausbildung zum Tierheilpraktiker beim BTB
Die wichtigsten Daten:
- Staatlich begutachteter und zugelassener Fernlehrgang, kombiniert mit 3 Pflicht- und 3 Wochenendseminaren
- Regelstudienzeit 24 Monate (Intensivstudium in 16 Monaten möglich)
- 30 Studienbriefe mit Überprüfungsfragen am Ende eines jeden Lehrbriefs
- Studienbegeleitende Fachliteratur ist im Preis enthalten
- Zusätzliche Wochenendseminare
- Möglichkeit der Kombination mit zusätzlichen Fachrichtungen wie Veterinärakupunktur oder Tierhaltung/Tierpsychologie
- Schriftliche Abschlußprüfung
- Studienbescheinigung mit Curriculum und BTB-Zertifikat
- Betreuung bis zwei Jahre nach Beendigung der Ausbildung
Zugangsvoraussetzungen
- Mindestalter: 25 Jahre (zum geplanten Zeitpunkt der Praxiseröffnung)
- Mindestens abgeschlossene Volks- bzw. Hauptschule.
- Der Absolvent des Lehrgangs hat durch eine (schulinterne) Prüfung zu beweisen, dass er keine Gefahr für die Tier- und Volksgesundheit darstellt.
Ausbildungsziel
Das Erlernen der Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre von Säugetieren, hauptsächlich von Hund, Katze und Pferd.
Das Erlernen angrenzender Bereiche, wie
- Tierhaltung,
- Tierpsychologie, Erziehung,
- Ernährung,
- Fortpflanzung, Tierschutz sowie
- Gesetzeskunde.
Die Vermittlung von
- Anamnese- und Untersuchungstechniken,
- Notfallmedizin,
- sowie Injektionstechniken
- und Hygiene.
Die Vermittlung der Arzneimittelkunde über schulmedizinische rezeptpflichtige Medikamente, um eigene Behandlungsgrenzen einschätzen zu können. Ebenso die Vermittlung der Arzneimittelkunde von nicht rezeptpflichtigen Medikamenten, Vermittlung von Basiswissen über die homöopathische Arzneimittellehre
Die Vermittlung von Grundlagen alternativer Therapiemethoden und Naturheilverfahren. Bei Bedarf kann sich der Tierheilpraktiker auf diverse Verfahren spezialisieren.
Gliederung des Lehrgangs
Der Lehrgang enthält 30 Studienbriefe. Darüber hinaus können Sie als Schüler viele begleitende Praxisseminare besuchen.
Themenbereiche der Studienbriefe:
- Grundlagen / Zell – und Gewebelehre
- Anatomie und Physiologie der Organsysteme
- Allgemeine Pathologie und Inhalte, die zum Verständnis der Krankheitslehre, und der schulmedizinischen Therapie unerläßlich sind (Laborkunde, Arzneimittelkunde, allgemeine Infektionslehre, spezielle Infektionslehre)
- Vorstellung wichtiger Naturheilverfahren
- Nähere Grundlagen der beiden wichtigsten Verfahren: Homöopathie und Heilpflanzenkunde
- Krankheitslehre mit Prinzipien schulmedizinischer Therapie und der Therapie mit Naturheilverfahren
- Gesetzeskunde, Berufskunde
- Schriftliche Abschlußprüfung
Studienabfolge
Studienbrief
- Lehrgangseinführung, Zellehre
- Gewebelehre, Anatomie und Physiologie der Haut und Hautanhangsgebilde
- Anatomie und Physiologie des Bewegungsapparates
- Anatomie und Physiologie des Herz-Kreislaufsystems, das Blut und die Lymphe
- Anatomie und Physiologie des Atmungssystems
- Anatomie und Physiologie des Verdauungssystems
- Anatomie und Physiologie der Harn- und Geschlechtsorgane, Trächtigkeit und Geburt
- Anatomie und Physiologie der Sinnesorgane
- Anatomie und Physiologie des Nervensystems, und des endokrinen Systems
- Ernährungslehre, Tierhaltung
- Allgemeine Pathologie
- Allgemeine Infektionslehre, Arzneimittellehre
- Naturheilverfahren
- Grundlagen der Heilpflanzenkunde
- Grundlagen der Homöopathie
- Erkrankungen der Haut und Hautanhangsgebilde
- Erkrankungen des Bewegungsapparates
- Erkrankungen des Blutes, der Lymphe, und des Herz-Kreislaufsystems
- Erkrankungen des Atmungssystems
- Erkrankungen des Verdauungsapparates, und Ektoparasiten
- Erkrankungen der Harn- und Geschlechtsorgane, Erkrankungen bei Trächtigkeit und Geburt
- Erkrankungen der Sinnesorgane
- Erkrankungen des Nervensystems, und des Endokrinums
- Erkrankungen, Notfallmedizin: Verletzungen, Vergiftungen, Erste-Hilfe-Maßnahmen
- Melde- und anzeigepflichtige Infektionskrankheiten
- Tierpsychologie 1
- Tierpsychologie 2
- Klinische Diagnostik
- Hygiene, Gesetzes- und Berufskunde
- Abschlußprüfung
Die Studienbriefe enthalten natürlich auch medizinische Fachbegriffe, die u. U. von Ihnen im medizinischen Wörterbuch nachgeschlagen werden müssen. Dadurch prägen sich Fachbegriffe am besten ein!
Besonders wichtige Inhalte, werden in prägnanter Form, in Merksätzen, hervorgehoben. Es werden zum vorangehenden Abschnitt Zwischenfragen in den Text eingestreut. Diese Zwischenfragen werden von uns nicht beantwortet. Die Antworten ergeben sich aus dem Text der Lektion, bzw. der begleitenden Literatur.
In die Lektionen werden Fälle eingestreut, um den Praxisbezug herzustellen, und die Handlungskompetenz zu vergrößern. Darüber hinaus werden Lernhilfen gegeben, und didaktische Hilfsmittel genannt (z. B. wird das Anlegen eines Karteikartensystems empfohlen).
Auf Bildmaterial in den Lektionen wurde weitgehend verzichtet, da dieses in der studienbegleitenden Literatur ausreichend vorhanden ist.
Den Abschluß eines jeden Studienbriefes bilden die Überprüfungsfragen.
Zusätzliche Fachrichtungen
Wenn Sie sich für eine der zusätzlichen Fachrichtungen wie Homöopathie, Akupunktur oder Heilpflanzenkunde entscheiden, so erhöht sich die Gesamtanzahl der Studienbriefe von 30 auf 42 und die Regelstudienzeit von 24 auf 30 Monate; ein Intensivstudium ist dann in 20 Monaten möglich.
Pflichtseminare
Drei Wochenendseminaren: Sie werden automatisch und einige Zeit vorher zu den Veranstaltungen eingeladen, so dass Sie Ihre Präsenzphasen bequem und langfristig terminieren können.
Unterrichtszeiten: Samstag von 10 - 17 Uhr +
Sonntag von 9 - 16 Uhr
Veranstaltungsort: Friesoythe bei Bremen und Mühlacker bei Pforzheim
Seminar 1: Anamnese/Untersuchung
Seminar 2: Spezielle Untersuchungsmethoden
Seminar 3: Notfallmedizin
